Montag, 5. Februar 2018

WILA wird in China produzieren

WILA in Entwicklung

Wila, ein Hersteller von Tooling, Klemmsystemen und Bombierungen für Abkantpressen, produziert bisher ausschließlich in Lochem. Das wird sich jedoch schnell ändern. Das Wachstum entwickelt sich derzeit so rasant, dass noch in diesem Jahr eine Produktionslinie in China eröffnet werden soll. Wenn diese einmal gut funktioniert, werden auch die Vereinigten Staaten folgen.

Der Direktor/Eigentümer Hans Willemsen hat Wila Ende der 1980er Jahre von seinem Vater übernommen. Bis zum Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise verbuchte er Jahr für Jahr ein gutes Wachstum. Seit der Rezession in 2009 (in diesem Jahr wurde der Umsatz halbiert) gab es dennoch jedes Jahr ein Wachstum im zweistelligen Bereich. „In den letzten Jahren zeichnete sich jedoch wieder ein Wachstumsschub ab, der sich nun zu beschleunigen scheint. Dadurch benötigen wir eine höhere Produktionskapazität.“

Das starke Wachstum hat verschiedene Ursachen: Die geographische Ausdehnung in neue Länder, ein Upgrade des Marktes, wodurch mehr neue Standards, wie das Spitzenwerkzeug von Wila, nachgefragt wird, sowie die Ausweitung des Portfolioanteils bei bestehenden Kunden mit beispielsweise einem TIPS (Tooling Identification and Positioning System). „Das Wachstum zeigt sich bei den Klemmsystemen, der Bombierung und vor allem in unserem Tooling-Bereich. Eigentlich ist dies eine gute Streuung. Unser System dringt durch bis an die Unterseite des Marktes. Man kennt es und fragt danach.“

Herstellung über die ganze Welt verteilen

Die Prognose weist auf eine weitere Beschleunigung des Wachstums hin. Die Produktionsvolumina werden beschleunigt ansteigen, und das bedeutet, dass Wila mehr Produktionskapazität benötigt. Dies wird zunächst in China und danach auch in den USA realisiert. Willemsen betont, dass Wila sich nicht nach China begibt, um billig produzieren zu können. „Unsere Vision ist, dass wir unsere Produktion über die ganze Welt verteilen möchten, im gleichen Verhältnis wie dem des Verkaufs.

Das bietet Vorteile im Bereich der schnellen Geschäftsabwicklung, der Importrechte und der Transportkosten. Es spielt außerdem eine Rolle, dass wir mit den Maschinenbauern verbunden sind, die ihre Produktionsstätten ebenfalls über die Welt verteilt haben. Gemeinsam gehen wir mit ihnen die Herausforderung an, die Chinesen so weit zu bewegen, dass sie die westliche Technologie begrüßen. Die entsprechenden Chancen sind sehr gut. Eine hohe Qualität an Maschinen und Werkzeug führt zu niedrigeren Betriebskosten in Kombination mit hochwertigen Produkten. Das möchte man in China natürlich auch. Wir konzentrieren uns in erster Linie auf die Top 5 Prozent des chinesischen Marktes.“

Simulation der chinesischen Produktionsserie

In China wird eine komplette Produktionslinie geschaffen. Alle dafür benötigten Maschinen sind bereits angeschafft. In Lochem wurde ein Gebäude angemietet, in dem der chinesische Produktionssatellit bereits simuliert wird, um diesen später perfekt steuern und in das Betriebssystem integrieren zu können. Dies alles um zu gewährleisten, dass am Ende in China die gleiche Tooling-Qualität aus der Fabrik rollt wie in Lochem. 
Das Wila-Management grübelt noch in Bezug auf den Standort in China. Es ist entsprechend Platz vorhanden an dem heutigen Standort, an dem Wila bereits ein Büro, Ausstellungsraum und Lager besitzt, aber man erwägt das Anmieten eines größeren Standortes mit Weiterentwicklungspotenzial. Die Würfel müssen jedoch schnell fallen, da durch das schnelle Wachstum die zusätzliche Produktionskapazität nicht länger warten kann.

Erweiterung in Lochem

In Lochem selbst platzt inzwischen auch alles aus den Nähten. Weitere Maschinen können nicht mehr aufgestellt werden, und da der Mitarbeiterstamm in kurzer Zeit auf 320 angestiegen ist, sind auch die Büroräume mehr als voll. Darum wird auf den heutigen Parkplätzen ein neues Büro realisiert. Außerdem wird eine Tiefgarage gebaut.

Quelle: MetaalNieuws

WILA wird in China produzieren

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